Öfter mal was neues: Die beiden Frontmänner von Mando Diao gehen mit ihrem Nebenprojekt neue Wege....aber finden dabei nicht immer ins Ziel.
Musikjunkie 4 Life
Donnerstag, 8. März 2012
Besprochen: CALIGOLA - "BACKTO EARTH"
Donnerstag, 1. März 2012
Besprochen: MADONNA - "GIRL GONE WILD" (Single)
Single No. 2 aus ihrem im kommenden Album birgt keine großen Überraschungen - aber dafür einen catchy Dance-Pop-Ohrwurm, der ohne Anlauf die Tanzflächen erobern wird.
Ende März diesen Jahres erscheint endlich nach fast 4 Jahren das erste neue Madonna-Album, unter dem Titel "MDNA". Nach "Give Me All Your Luvin'" erblickte nun auch die 2. Vorab-Single das Licht der Welt.
"Girl Gone Wild" (♪♫♪) nennt sich das Stück und wurde von Madonna und Benny Benassi soundtechnisch in Szene gesetzt. Eben jenem Elektro-Tüftler, der schon die Videoversion ihres 2009er Hits "Celebration" veredelte. Und eben jenem scheinen beide auch auf dem zweiten Vorboten von "MDNA" nachzueifern. Nun gut, auch eine gewisse Nähe zu früheren Huits wie "Sorry" oder "Music" sind zu erkennen - was schon zu Anfang nur einen Schluss zulässt: es gibt keine großen Überraschungen von der Front der Pop-Queen. Die wirklich schweren Geschütze fährt sie hier wahrhaftig nicht auf, dafür ist "Girl Gone Wild" sowieso zu nah am vorherrschenden Eurodance-Revival gebaut. Doch daran sollte man am besten gar nicht erst Anstoß nehmen...denn hier bietet sie uns einen textlich zwar sehr mageren, aber dafür sofort ins Ohr und kräftig in die Beine gehenden Dance-Pop-Kracher, der eine schicke Melodie, pumpende Beats und eine mitreißend minimalistische Synthie-Hookline zu bieten hat. Da der Song aber weder etwas überraschendes, noch irgendwie innovatives zu bieten hat, verwundert es einen selbst ein wenig, wie gut dieser Ohrwurm dennoch funktioniert.Aber seien wir mal ehrlich: Warum einen Song ausführlich auf seinen tieferen Sinn abklopfen, wenn doch manchmal gar keiner nötig ist? Manch ein Kritiker mag derzeit den Eurodance-Sound des Songs bemäkeln - doch kann man das auch tatsächlich richtig gut finden. Wem wie dem Verfasser dieser Zeilen in seiner Jugend der Eurodance der 90er Jahre ans Herz gewachsen ist, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ein mitreißender, zwar einfach gestrickter, aber äußerst wirkungsvoller Dance-Ohrwurm, der Lust auf mehr macht. Und neugierig auf das Album. To be continued....
Montag, 27. Februar 2012
Diskografie: MADONNA
MUSIC MAKES THE PEOPLE COME TOGETHER!
Madonna - die unangefochtene Queen Of Pop! Sängerin, Songwriterin, Produzentin, Autorin, Schauspielerin, Regisseurin, Designerin und Pop-Ikone! Seit 30 Jahren begeistert sie Millionen von Fans auf der ganzen Welt, und weiß noch immer neue, junge Generationen für sich zu begeistern. Mit mehr als 300 Mio. verkauften Tonträgern ist sie die mit Abstand weltweit erfolgreichste Künstlerin aller Zeiten, die im Laufe ihrer beispiellosen Karriere so manchen Rekord aufzustellen vermochte! Bis heute ist sie eine Institution in der zeitgenössischen Popmusik - und nach dem Tod von Michael Jackson und Whitney Houston der letzte lebende Superstar! In wenigen Wochen, im März 2012, erscheint ihr lang erwartetes neues und zwölftes Studioalbum "MDNA" - also Grund genug ihr mit einem ausführlichen Update ihrer Diskografie zu huldigen!
Madonna - die unangefochtene Queen Of Pop! Sängerin, Songwriterin, Produzentin, Autorin, Schauspielerin, Regisseurin, Designerin und Pop-Ikone! Seit 30 Jahren begeistert sie Millionen von Fans auf der ganzen Welt, und weiß noch immer neue, junge Generationen für sich zu begeistern. Mit mehr als 300 Mio. verkauften Tonträgern ist sie die mit Abstand weltweit erfolgreichste Künstlerin aller Zeiten, die im Laufe ihrer beispiellosen Karriere so manchen Rekord aufzustellen vermochte! Bis heute ist sie eine Institution in der zeitgenössischen Popmusik - und nach dem Tod von Michael Jackson und Whitney Houston der letzte lebende Superstar! In wenigen Wochen, im März 2012, erscheint ihr lang erwartetes neues und zwölftes Studioalbum "MDNA" - also Grund genug ihr mit einem ausführlichen Update ihrer Diskografie zu huldigen!
THE ALBUMS:
"MADONNA" (1983)Die (frühen) 80er sollten Segen und Fluch zugleich sein: Für manche bis heute eine blühende Pop-Oase in der jüngeren Musikgeschichte, die bis dato von diversen Künstlern immer und immer wieder reanimiert wird. Für die anderen hingegen ein musikalisches Ödland, dass noch immer als Synonym für eines der größten Geschmacksverirrungen im Pop steht. Doch es sollte auch eben jene Musiker geben, auf die sich fast jeder einigen konnte. Die einstige Newcomerin Madonna sollte dazu gehören - auch wenn sie wohl wahrlich nicht jeder auf Anhieb ernst nahm. Doch bedenkt man zu welchen musikalischen Untaten die 80er Jahre in der Lage sein sollten, sollte es fast ein kleines Wunder sein, was die einst 24 jährige Amerikanerin mit italienischen Wurzeln, da mit ihrem selbstbetitelten Debüt ablieferte. Man höre nur das famose und sonnig melodische "Holiday" (♪♫♪), ein feist sommerlicher und nicht zu ignorierender Pop-Hit, der noch heute in aller Ohren ist - und schon bald zu einem ihrer unverwüstlichen Klassiker avancieren sollte. Doch noch mehr memorable (und resepktable) Hits sollten hier zu finden sein. So etwa auch das blumige und mit guter Laune quasi um sich werfende "Lucky Star" (♪♫♪), die naive und warme Midtempo-Ballade "Borderline" (♪♫♪), oder der durchweg simple, aber höchst wirkungsvolle Ohrwurm "Everybody" (♪♫♪). Aber auch der herrliche und eingängige Dancepop-Ohrfänger "I Know It" (♪♫♪), oder das geschmeidig in die Beine gehende "Burning Up" (♪♫♪), machten ihre Sache hier ganz hervorragend. Nach 8 Songs ist der Spaß hier allerdings schon vorbei. Sicherlich hat sie hier einst kein Meisterstück vorgelegt - aber es war eine Lektion darin, wie man ein typisches 80s-Pop-Album macht, dass man auch fast 30 Jahre später noch immer toll finden kann.

Schon ihr zweites, 2 Jahre nach dem Debüt erschienenes, Album "Like a Virgin", sollte Madonna den endgültigen Durchbruch bescheren - und mit einer deutlich erkennbaren künstlerischen Weiterentwicklung einher gehen. Natürlich sollte sie nicht plötzlich anfangen, höchst anspruchsvolle Musik zu produzieren - das war von Anfang an nie ihr erklärtes Ziel. Und das war auch gut so. So blieb sie ihren 80s-Pop-Wurzeln definitiv treu, goß ihre Songs aber in noch schönere und klarere Formen. Mit neuem Produzenten-Team hinter sich, begann Madonna ihre künstlerische Identität stärker und deutlicher heraus zu formen, verordnete ihren Songs mehr Abwechslung, Tiefe und Extravaganz. Der bis heute als Klassiker verehrte Hit und Titelsong "Like a Virgin" (♪♫♪), gab sich zwar als recht naiver Dancepop-Schunkler, der aber in seiner durchweg catchy Interpretation, einen ihrer bis dahin größten Ohrwürmer darstellte. Aber sie ging hier noch viel, viel weiter. Mit "Angel" (♪♫♪) platzierte sie hier eine warme und liebliche Synthpop-Ballade, das einem auch heute noch warm um's Herz wird. Ihr wunderbares Cover der 70er-Soul-Ballade "Love Don't Live Here Anymore" (♪♫♪) von Rose Royce, stellte den bis dahin mit Abstand reifsten und zeitlosesten Beitrag in Madonna's Karriere dar - und der villeicht eine Ahnung davon geben sollte, was in Zukunft noch alles von ihr zu erwarten sein könnte. Und dann heißt es anschnallen: Denn dann folgt mit "Into The Groove" (♪♫♪) nicht nur einer ihrer bis heute am meisten gefeirten Hits, sondern ein wahres Dance-Pop-Meisterstück, dass einen jedes Mal auf's neue von der Couch bläst. Mit "Dress You Up" (♪♫♪) legt sie sogleich noch eine tadellos mitreißende Synthpop-Perle nach, und "Stay" (♪♫♪) lässt das Album mit einem sehnsüchtigen und herrlich melodischen Pop-Ohruwrm ausklingen. Ein Schritt weiter in die richtige Richtung - und bis heute ein wunderbares Album.

"TRUE BLUE" (1986)War schon ihr letztes Album "Like a Virgin" ein sensationeller Erfolg, und wurde von Platin- und Diamant-Auszeichnungen nur so eingedeckt, konnte Madonna dies doch mit ihrem dritten Album "True Blue" noch toppen. Denn mehr als die Hälfte dieses Albums bestand aus Hits. Und das ist hier durchaus wörtlich zu verstehen: So beginnt das Album sogleich mit dem Klassiker "Papa Don't Preach" (♪♫♪) - einem gnadenlos einnehmenden 80s-Pop-Hit, in dem sie den schwangeren Teenager mimt...und somit ein Tabu-Thema der (vor allem damaligen) amerikanischen Gesellschaft zum Welt-Hit machte. Das sollte so gar nicht zum Image eines kleinen Pop-Sternchens passen, den viele noch immer in ihr sehen wollten. Ebenso nicht die enorme hitdichte die das Album desweiteren zu bieten hatte. Denn mit dem enorm eingängigen und tanzbaren Dance-Pop-Ohrwurm "Open Your Heart" (♪♫♪), der traurigen und reflektierenden, ganz und gar wunderbaren Ballade "Live To Tell" (♪♫♪), dem am Doo-Wop der 50er Jahre inspirierten Pop-Schunkler und Titelsong "True Blue" (♪♫♪), oder der unwiderstehlich warmen und auf seine Weise gar zeitlosen Latino-Pop-Perle und Welthit "La Isla Bonita" (♪♫♪), hatte sie hier noch ein paar mehr Kracher in petto. Ausgenommen von den Singles, die hier 5 von 9 Songs ausmachen, ist zwar nur der verdammt catchy Synthpop von "White Heat" (♪♫♪) wirklich interessant, aber das kann den Gesamtwindruck hier kaum schmälern. Und die Zahlen sollten für sich sprechen: Mit mehr als 24 Millionen verkauften Einheiten weltweit, ist "True Blue" bis heute ihr erfolgreichstes Album. Hier hatte sie den ersten wahren Höhepunkt ihres (kommerziellen) Erfolges erreicht. Madonna war nicht mehr länger ein Pop-Sternchen - ein neuer Superstar war geboren.

Ein neues Jahrzehnt hatte begonnen, und der voran schreitende Siegeszug von Genres wie Grunge, TripHop oder HipHop, hatten die restlichen Überbleibsel der 80er Jahre in wenigen Monaten hinweg gefegt. Und auch Madonna fing bereits mit den frühen 90ern an, einen klaren Weg in neue Jagdgründe zu erschließen. Was sie 1990 mit den Singles "Vogue" und "Justify My Love" unmissverständlich andeutete, trieb sie auf ihrem fünften Album "Erotica" zur Perfektion. Sie ließ das vergangene Jahrzehnt weit hinter sich und begann ihre sexuelle Revolution, die deutlicher und "radikaler" kaum sein konnte. Denn auf diesem Konzeptalbum entwickelte sie sich nicht nur stilistisch hin zum nicht sofort leicht zu erschließenden Mix aus TripHop-, Dance-, Funk- und Jazz-Elementen, sie ging auch textlich wesentlich freizügigere Wege. Das fasst schon der Opener und Titelsong zum Beginn famos zusammen: "Erotica" (♪♫♪) präsentiert sich als schleppend beatiger, hocherotischer und eindringlicher Trip-Pop mit New-Jack-Swing-Charakter, in dem sie die Vorzüge von sadomasochistischen Sexspielchen anpreist. Passend zu einem Video, in dem Madonna eine Domina mimte - und dem Publikum in aller Welt die Kinnlade herunter krachen ließ. Und was danach geschieht, lässt einem kaum Luft zum atmen. "Fever" (♪♫♪), im Original ein R&B-Klassiker aus dem Jahr 1956, führt Madonna hier in einen getragenen und sinnlichen House-Kontext, durch den sie sich den Song vollständig zu eigen macht. Und von hier hagelt es auch weiterhin Highlights: "Deeper And Deeper" (♪♫♪) offenbart sich als überidischer Dance-Pop-Klassiker, in dem sich Madonna entgegen der Ideale ihrer Eltern, ganz der Lust, dem Tanz und der Liebe hingibt. Im fabelhaften "Where Life Begins" (♪♫♪) huldigt Madonna zu schwül jazziger Atmosphäre, soften TripHop-Beats und erotisch gehauchten Vocals, den Verlockungen des Oralverkehrs. Im temporeichen und hittauglich dancigen "Thief Of Hearts" (♪♫♪) übt Madonna Rache an einer Konkurrentin, lässt ihr dabei aber immerhin noch die Wahl, mit der Frage: "Which leg do you want me to break?". Mit dem erhabenen und zurückgelehnten "Waiting" (♪♫♪) verquickt sie wieder einmal hervorragende TripHop- und Jazz-Anleihen, "Rain" (♪♫♪) verzaubert als melancholische Pop-Perle mit Langzeitwirkung, und "In This Life" (♪♫♪) gerät zur traurigen und gefühlvollen Ballade, in dem sie den frühen Tod eines Freundes verarbeitete. Und durch "Secret Garden" (♪♫♪) lässt sie das Album mit einem sanften und jazzig-avantgardistischen Meisterstück ausklingen. "Erotica" sollte das bis dahin rundeste und in sich geschlossenste Werk Madonna's sein - aber paradoxer Weise auch ihr bis dahin erfolglosestes. Das Album floppte aufgrund ihres sehr sexuellen Imagenwandels, mit dem die breite Öffentlichkeit nicht sonderlich gut zurecht zu kommen schien. Doch welche Revolution verläuft schon friedlich? Auch wenn es ihrem kommerziellen Erfolg an der Ladentheke hinderlich war, so wird es nicht umsonst bis heute als eines ihrer besten Alben verehrt. Ein Meisterwerk - nicht weniger!
Nachdem Madonna's letztes Album "Erotica" ihre bis dahin künstlerisch größte Leistung darstellte, aber eben auch leider kommerziell gesehen ein Flop war, bemühte sich Madonna auf ihrem nächsten Album "Bedtime Stories", einen etwas neutraleren Klang und Stil zu finden. Nie zuvor griff sie auf so viele unterschiedliche Produzenten zurück, die mit ihr ein Album bearbeiteten. So gaben sich hier etwa Babyface, Nellee Hooper, Dallas Austin und Dave "Jam" Hall die Klinke in die Hand - illustre Namen, die zuvor schon eine ganze Rige von Stars (von Mariah Carey, über TLC, bis zu Toni Braxton) produzierten. Der Plan war, dass sie Madonna einen stärker auf Soul und R&B zugeschnittenen Sound verpassen sollten, um sie wieder für den US-Markt interessanter zu machen. Und das hat auch in manchen Details wunderbar funktioniert. Man beachte etwa die großartige erste Single "Secret" (♪♫♪), eine fabelhafte Pop-Perle mit sattem R&B-Einschlag, welche zurecht bis heute zu ihren besten Songs zählt. "Human Nature" (♪♫♪) machte sich hervorragend als Midetempo-Ohrwurm, der nur in der hier vorliegenden Albumversion genießbar ist - die Singleversion wurde von übereifrigen US-Sittenwächtern so lieblos geschnitten, dass es fast an Ironie grenzt. So wurde dem Refrain die komplette Passage "I'm not your bitch, don't hang your shit on me" entnommen - was selbigen vollkommen entstellte. Und die wundervolle, warme und bittersüße Ballade "Take a Bow" (♪♫♪) sollte sie kommerziell wieder nahezu vollkommen rehabilitieren. Doch so glatt sollte hier nicht alles laufen. Sie spart sich zwar die Totalausfälle, aber der Wagemut und der innovativere Sound des Vorgängers, waren hier nahezu verschwunden - einzige Ausnahme bildet hier der hervorragende, elektronisch schwebende und hypnotische Titelsong "Bedtime Story" (♪♫♪), an dessen Entstehung niemand geringeres als Björk und ihr einstiger Stammproduzent Nellee Hooper beteiligt waren. Ansonsten ergeht sich Madonna hier in eher braven und zurückhaltenden Balladen, von denen das melancholische "Love Tried To Welcome Me" (♪♫♪), oder das jazzig angehauchte "Forbidden Love" (♪♫♪) die besten darstellten. Das war alles wirklich nicht schlecht - aber auch nicht wirklich überraschend. Ein solides Album, dass ein paar echte Perlen zu bieten hat, aber ansonsten komplett auf Nummer sicher geht - alles in dem bestreben, einen weiteren Flop zu vermeiden. Der Erfolg kam mit diesem Album zurück - aber kreativ war es um Madonna so schlecht bestellt wie selten zuvor. So sind es allein die herausragenden Perlen, die "Bedtime Stories" zu einem passablen Album machen.
Als Madonna vier Jahre nach ihrem letzten Studioalbum, im Jahr 1998 ihr nächstes Album veröffentlichte, sprach alle Welt von einem Comeback, dass im Grunde gar keines war. Denn in den Jahren zuvor war sie nie wirklich weg. 1995 erschien ihr Balladen-Sampler "Something To Remember", 1996 folgte ihre Hauptrolle in der Musical-Verfilmung von "Evita" (inkl. Soundtrack), sowie die Geburt ihrer Tochter Lourdes. Nachdem sie nun erfolgreich ein solideres und stilvolleres Image gewonnen hatte, kam ihr aber glücklicherweise nicht in den Sinn, sich auf selbigem auszuruhen. Und so schrie es förmlich nach einer erneuten Metamorphose, die sie mit ihrem 7. Album "Ray Of Light" vollzog. Anders als beim Vorgänger "Bedtime Stories", wo sie vor allem auf die Hilfe prominenter Produzenten setzte, ging sie (wie zuvor schon bei "Erotica") hier mit einem bis dahin unbekannten Underground-Produzenten ins Studio: dem britischen Elektro-Tüftler William Orbit. Mit ihm schuf sie ein in sich geschlossenes, ätherisch schwebendes, zum Teil stark psychedelisch bis avantgardistisch-elektronisches und wahrhaft herausragendes Meisterwerk. Es sollte die Welt vollkommen überraschen, denn dies war etwas was man von Madonna wohl am wenigsten erwartet hätte. Hier treffen wunderbare Melodien auf deutlich ausgereiftere Lyrics und eine atemberaubende Produktion. So kreativ hatte man die Queen of Pop bis dahin noch nicht erlebt, die hier mit ihrer durch "Evita" deutlich gewachsenen Stimme, ganz und gar in den zirpenden, blubbernden und frickelnden Elektronik-Sounds aufgeht. Zwar kann sie hier auch mit schwindelerregend temporeichen Psychedelic-Elektropop aufwarten, wie auf dem Titeltrack "Ray of Light" (♪♫♪). Doch das Album ist nicht für die Tanzflächen gemacht - was sich als Glücksfall herausstellt. Man nehme etwa das hypnotische und düster schwebende "Frozen" (♪♫♪); die wundervolle, getragene und bittersüße Ballade "The Power of Good-Bye" (♪♫♪); den technoid blubbernden und psychedelisch elektronischen Ohrwurm "Skin" (♪♫♪); die erhabene und einnehmende Elektropop-Hymne "Sky Fits Heaven" (♪♫♪); die melancholische Ballade "To Have and Not to Hold" (♪♫♪); das lieblich blubbernde und zirpende Wiegenlied "Little Star" (♪♫♪); oder die minimalistisch bewusstseinserweiternde Perle "Mer Girl" (♪♫♪), die das Album abschließt. "Ray of Light" war zu gleichen Teilen Kunst und Pop, und erhob Madonna auf ihren kreativen Höhepunkt. Und auch kommerziell schlug es ein: neben mehreren internationalen Hits, gingen über 16 Millionen Exemplare des Albums über die Ladentheken. Ohne Frage eines der überragendsten Pop-Meisterwerke der 1990er Jahre.
An "American Life" scheiden sich seit jeher die Geister. Nach dem hervorragenden Vorgänger "Music" verlängerte sie ihre Zusammenarbeit mit Produzent Mirwais Ahmadzaï um ein weiteres Album - eine Tatsache die mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde: "Never change a winnig team" meinten die einen, "Einfallslos" fanden es die anderen. Und irgendwie hatten beide Recht. Denn bezüglich ihres 9. Studioalbums gibt es gute und schlechte Nachrichten. Die guten zuerst: So politisch wie hier hatte man Madonna bis dato noch nicht erlebt. Angestachelt von der schwindelerregend katastrophalen Politik des George W. Bush, erklärte Madonna ihm hier kurzerhand den Krieg. Mit Uniform, Kriegsbemalung und allem was dazu gehört. Auf der Leadsingle und Titelnummer "American Life" (♪♫♪) probte sie bereits den Aufstand und nahm den typischen American-Way-of-Life und den sogenannten "American Dream" ins Visier - um sie kurzerhand mit Dauerfeuer zu bestreichen. Denn mit dieser Elektropop-Perle torpedierte sie die amerikanische Gesellschaft und Politik mit einem astreinen Hit - und schmetterte ihnen (zumindest auf der Albumversion) regelmäßig ein saftig gerauntes "fuck it" entgegen. Von dem dazugehörigen und radikal-genialen Video ganz zu schweigen. Und es gibt auch noch mehr Highlights die heraus stechen: der herrliche, beinah catchy Ohrwurm "Hollywood" (♪♫♪), die wunderbar von Akustikgitarren, elektronischen Elementen und Gospelchor untermalte, hymnische Ballade "Nothing Fails" (♪♫♪), das pure und folkloristische "X-Static Process" (♪♫♪), der fabelhafte 007-Song "Die Another Day" (♪♫♪), oder das beinah an Zeiten von "Ray of Light" erinnernde "Easy Ride" (♪♫♪). Doch die schlechte Nachricht: Der Gesamteindruck wirkt womöglich streckenweise etwas orientierungslos. Und eher zu ignorierende Stücke wie "Nobody Knows Me" zählen ebenfalls dazu. Auf "American Life" hört man nicht mehr all die bunten Farben heraus, wie noch beim Vorgänger. Doch das darf man dem Album durchweg verzeihen, betrachtet man das Grundkonzept das dahinter steht: Madonna's Kriegserklärung an das Bush-Amerika. Und unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ergibt plötzlich vieles hier mehr Sinn, als der erste Eindruck zu offenbaren vermag. Rangierte das Album beim Verfasser dieser Zeilen lange Zeit unter ihren schwächeren Platten, so hat die Zeit hier so manches bewirkt. Die distanzierte Ernsthaftigkeit die das Album ausstrahlt wirkt nicht mehr nach Einfallslosigkeit, als viel mehr wie Berechnung. Sicherlich hat "American Life" nun bei mir nicht den Status eines Meisterwerks inne. Aber es zeigte eine weitere Metamorphose Madonna's, die rückblickend betrachtet den einstigen Zeitgeist der Bush-Ära vortrefflich in den Pop übersetzte.
"CONFESSIONS ON A DANCEFLOOR" (2005) Nach ihrem letzten Album, das sowohl künstlerisch als auch vor allem kommerziell weit hinter den Erwartungen zurück blieb, und eines ihrer am schlechtesten verkauften Alben überhaupt darstellt, hatte die Welt keine allzu großen Erwartungen an ein neues Album. Für viele schien die Queen of Pop in der Krise - doch davon befreite sie sich 2005 mit einem Schlag: in Form ihres 10. Albums "Confessions on a Dancefloor". Denn ihr neues Album zeichnete sich durch eine Homogenität aus, die sie bislang nur mit "Ray of Light" erreichte. Nur war "Confessions..." vor allem eines: ein Disco-Inferno! Und das inszenierte sie nun endlich wieder mit einem firschen, unverbrauchten Produzenten: Stuart Price, der später noch Musiker wie Kylie Minogue, Scissor Sisters oder The Killers produzieren sollte. Und das machte der durchschlagende Erfolg von "Confessions..." erst möglich. Und der war durchweg gerechtfertigt, lieferte sie hier doch wieder ein hervorragendes Album ab, dass direkt auf den Dancefloor zielte, die schicksten und schillerndsten Momente der 70s-Disco-Ära aufgriff und sie mit zeitgeistigem Dance-Pop auf einen Nenner brachte. All das vereinte bereits der Welthit "Hung Up" (♪♫♪) - ein ultimativer Disco-Kracher, der sich die Hookline von ABBA's "Gimme! Gimme! Gimme!" vollkommen zu Eigen macht. Und von da an hagelt es Hits: Den Floorfiller und 2te Single „Sorry“ (♪♫♪), die wunderbar getragene Disco-Dance-Pop-Perle „Get Together“ (♪♫♪), der kühle 80s-infizierte Elektro-Disco-Bastard „I Love New York“ (♪♫♪), der unverschämt eingängige Dance-Ohrwurm „Jump“ (♪♫♪), das traumhafte „Forbidden Love“ (♪♫♪), das arabisch-geflavourte, getragen dancige „Isaac“ (♪♫♪) oder das coole Disco-Pop-Brett „Push“ (♪♫♪)! Ein großartiges Disco-Konzept-Album, das im Nonstop-Mix daher kommt. Ein kleiner Meilenstein der zeitgeistigen Disco-Musik!!!
"HARD CANDY" (2008)
OTHER RELEASES:
Madonna hatte ja selten ein Händchen für gute Filme - das war seinerzeit auch bei dieser Trashkomödie nicht anders. Dem Film war nur mäßiger Erfolg beschieden, der Soundtrack hingegen konnte große Erfolge verbuchen. Obwohl nur 4 der 9 Beiträge von Madonna stammen, wird diese Veröffentlichung häufig in den Diskografien der Sängerin als vollwertiges Album geführt - ähnlich wie bei Whitney Houston der "Bodyguard"-Soundtrack! Aber diese 4 Songs hatten es in sich: der Titelsong und Latin-Pop-Ohrwurm "Who's That Girl", der international die Spitzen der Charts stürmte, das auch als Single erfolgreiche, tanzbar melodische "Causing A Commotion", die wunderbare Ballade "The Look Of Love" oder der Party-Kracher "Can't Stop". Mit knapp 5 Mio. an den Mann gebrachten Platten, wurde es zudem zu einem der erfolgreichsten Soundtracks der 1980er Jahre.
Mit dieser Remix-Compilation nutzte Madonna eine einst neue Albumform, um sich in der Clubszene noch präsenter zu positionieren - zudem sah es ihr Label als guten Anlass, um die Wartezeit bis zum nächsten Album zu verkürzen. Im Tracklisting befinden sich vor allem tanzbare Party-Songs von Madonna, wobei der Fokus eher auf ihren frühen Alben liegt. Songs wie "Holiday", "Everybody", "Physical Attraction" oder "Into The Groove" werden hier als Nonstop-Mix dargeboten - dieses Konzept der ineinander übergehenden Songs sollte sie 2005 auf "Confessions On A Dancefloor" wiederholen. Allerdings unterscheiden sich die Remixe der Stücke nur unwesentlich von ihren Originalen. Die Songs sind eher als (in den 80ern sehr beliebte) Extended-Versionen vertreten, und meist lediglich durch clubtauglichere Beats, und längere Instrumental-Passagen ergänzt. Mit "Spotlight" war allerdings ein neuer, famoser Dance-Pop-Ohrwurm enthalten, der ursprünglich für das Album "True Blue" gedacht war, aber aufgrund seiner Ähnlichkeit zu "Holiday" nicht darauf übernommen wurde. Zwar stellt diese Compilation ehr einen Nutzen für Fans der Queen Of Pop dar, ist aber dennoch mit 5 Mio. verkauften Exemplaren eines der erfolgreichsten Remix-Alben überhaupt.
Mit dem 2. Soundtrack ihrer Karriere, überraschte Madonna, nur eine Jahr nach dem Erfolgsalbum "Like A Prayer", ihre weltweite Fangmeinde. Zu dem Film "Dick Tracy" (der bis dahin erfolgreichsten Comicverfilmung aller Zeiten), in dem Madonna neben Warren Beatty und Dustin Hoffman die Clubsängerin Breathless Mahony mimte, veröffentlichte sie dieses Album. Es enthielt 4 Originalsongs des Films - unter anderem "Sooner Or Later", das im Jahr darauf mit dem Oscar als bester Originalsong ausgezeichnet wurde - und weitere, nicht im Film enthaltene Songs, die sie (angelehnt an den Film) im Blues- und Swing-Stil der 1930er Jahre präsentierte. Niemand hatte einst solch ein Album von Madonna erwartet. Zudem befand sich hier mit "Vogue" ein weiterer neuer Song, der sich allerdings vom Stil des restlichen Albums stark abhob, und eher aus kommerziellen Gesichtspunkten hinzugefügt wurde. Ursprünglich als B-Seite zur Single "Keep It Together" gedacht, entwickelte sich der Song zu einem ihrer größten Hits. Ebenso konnte sich auch dieses Album zu einem beachtlichen Erfolg mausern. Eine erfrischend andere Seite der Queen.
Hier präsentierte Madonna nun ihre erste Best-Of, die nach über 30 meist sehr erfolgreichen Veröffentlichungen mehr als gerechtfertigt war. Nicht alle ihrer Hits konnten demnach ihren Weg auf diese Compilation finden - so wurden Erfolge der ersten Dekade ihres Schaffens von 1983 - 1990 mit Songs wie "Who's That Girl", "Causing A Commotion" oder "True Blue" hier nicht berücksichtigt! Trotzdem wurden die größten Hits von "Holiday" und "Like A Virgin", über "Papa Don't Preach" und "La Isla Bonita" bis hin zu "Like A Prayer" und "Vogue" hier bedacht. Diese Zusammenstellung entwickelte sich mit ca. 30 Mio. verkauften Exemplaren zu der bis dato erfolgreichsten Greatest-Hits-Compilation einer Sängerin, und fand noch Jahre später regelmäßig immer wieder seinen Weg in die weltweiten Albumcharts. Trotzdem ist hier leider nicht alles Gold was glänzt. Da die Songs für diese Compilation neu ge-remixed wurden, ärgert es mit so manch argen Edits. Bei den meisten Songs fällt dies glücklicherweise nicht sonderlich ins Gewicht - doch ausgerechnet der Überhit "Like A Prayer" wurde in einer deutlich schwächeren, dance-lastigeren Version verewigt. Doch die hohe Qualität der 2 neuen Songs vermag die Enttäuschung zu mildern: der erotische, in Zusammenarbeit mit Lenny Kravitz entstandene Klassiker "Justify My Love" und der famose Ohrwurm "Rescue Me". Eine gelungene Zusammenstellung, die allerdings mit den Originalversionen iherer größten Hits deutlich besser gefahren wäre.
Diese Zusammenstellung von alten und neuen Balladen wurde ursprünglich aus einem ganz speziellen Grund veröffentlicht: Nachdem sich Madonna mit ihren 2 vorangegangenen regulären Alben "Erotica (1992) und "Bedtime Stories" (1994) ein skandalumwittertes, sexuelles Image aufgebaut hatte, sollte das Publikum auf ihre im Jahr darauf folgende Rolle als Eva Peron in der Verfilmung des Andrew Lloyd Webber-Musicals "Evita" vorbereitet werden. Einige Perlen konnten hier neu- und wiederentdeckt werden. Ob bereits bekannte Balladen wie "Take A Bow", "Live To Tell", "Something To Remember" oder "Rain", bislang auf Madonna-Alben unveröffentlichte Kostbarkeiten wie "This Used To Be My Playground" oder "I'll Remember", und einst brandneue Großartigkeiten wie "I Want You" (mit Massive Attack) oder "You'll See". So wurde dies mehr als nur ein geglücktes Hilfsmittel zum gewünschten Imagewandel der Sängerin, sondern ein wunderbares Balladen-Album, das sich zudem großer Beliebtheit erfreute!

"EVITA" - OST (1996)
Nachdem das Musical "Evita" von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice 20 Jahre erfolgreich aufgeführt wurde, wurde 1996 eine hoch gelobte Verfilmung produziert. Für die Hauptrolle der Eva Peron einigte man sich auf Madonna, die damit andere Größen wie Michelle Pfeiffer und Meryl Streep abhängen konnte. Die anfänglichen Zweifel von Tim Rice gegenüber der Sängerin wurden ausgeräumt, nachdem sie 1 Jahr lang intensiven Gesangsunterricht bei einem renomierten Vocal-Coach absolvierte und bald große Fortschritte zeigte. Der Soundtrack zum Musical-Film, in dem neben ihr Jonathan Pryce und Antonio Banderas zu sehen/hören waren, wurde schließlich live mit dem 84-köpfigen London Philharmonic Orchestra eingespielt. Zu hören ist eine brilliante Madonna, die stimlich alle Register zieht, und sich perfekt ins die Musicalwelt integrierte. Der Film wurde einer der erfolgreichsten der 1990er Jahre und Madonna erhielt für ihre Rolle den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. Mit 7 Mio. Einheiten wurde der Soundtrack zu einem der erfolgreichsten aller Zeiten, erhielt einen Oscar für den besten originalen Filmsong "You Must Love Me", und konnte mit "Don't Cry For Me Argentina" oder "Another Suitcase In Another Hall" sogar äußerst erfolgreiche reguläre Charthits verbuchen. Absolut großartig!
Nach dem äußerst erfolgreichen "The Immaculate Collection" folgte hier Madonnas zweite, daran anknüpfende Best-Of-Compilation, die ihre Karriere von 1992 - 2000 nachzeichnete. Allerdings wurde diese mit durchaus gemischten Gefühlen aufgenommen. Zwar wurden hier hervorragende Perlen von "Erotica" und "Secret", über "Take A Bow" und "Frozen", bis hin zu "The Power Of Good-Bye" und "Music" bedacht, sowie das bis dahin auf keinem Madonna-Album enthaltene "Beautiful Stranger". Jedoch wurde von vielen das Fehlen von Hits wie "Rain", "You'll See" oder "American Pie" bemängelt, als auch die teilweise stark gekürzten und von "anstößigem" Inhalt beschnittenen Edits, was vor allem bei "Human Nature" negativ auffällt. Zudem kam es zu Streitigkeiten zwischen Madonna und ihrer Plattenfirma, weshalb sie jedwede Promotion für das Album verweigerte. Es diente viel mehr der Erfüllung ihres Plattenvertrages, und enthielt deshalb - im Gegensatz zu "The Immaculate Collection" - keine neuen Songs, und auch Album-Cover und Booklet zeigten daher ausschließlich ältere Fotos der Sängerin.
Nach dem weit unter den Erwartungen zurückgebliebenen Erfolg des 2003er Albums "American Life", wurde noch im selben Jahr diese EP veröffentlicht. Sie enthielt 4 rockigere Remixe von Songs des Album, sowie den Live-Mitschnitt "Like A Virgin/ Hollywood Medley" mit Christina Aguilera und Britney Spears, den mit Missy Elliot produzierten "Into The Hollywood Groove" (einem Mash Up aus den Hits "Into The Groove" und "Hollywood", der ursprünglich für einen GAP-Werbespot entstand), als auch den bislang unveröffentlichten Song "Your Honesty", der aus den Sessions des "Bedtime Stories"-Albums stammte. Sowohl bei Kritikern als auch Fans hinterließ diese EP keinen bleibenden Eindruck, und konnte sich weltweit lediglich 500.000 mal verkaufen.
Hiermit erschien nach "In Bed With Madonna" (1991) die zweite Tourdokumetation der Künstlerin, der sie sowohl Backstage, im Hotelzimmer, bei den Proben und Vorbereitung, als auch auf der Bühne bei ihrer 2004er "Re-Invention-Tour" begleitete. Neben diesem fantastischen und stimmigen Film auf DVD, war hier auch eine CD beigefügt, auf der Live-Aufnahmen von 13 ihrer Songs enthalten sind - und somit die erste Live-CD im Backkatalog der Sängerin darstellt. Zeit wurde dies, da sie nun auch ohne eine sichtbare Show beweisen konnte, das sie stimmlich auch Live mehr als überzeugen kann. Zudem ist eine bis dahin unveröffentlichte, rockigere Version von "I Love New York" enthalten, welches als Original auf dem 2005er Album "Confessions On A Dancefloor" zu finden ist. Ein famoses Doppelpack, des jedes Fan-Herz höher schlagen lässt!

"THE CONFESSIONS TOUR" (2007)
Nur 2 Jahre nachdem Madonna im Zuge der Tourdoku "I'm Going To Tell You A Secret" das erste Libealbum ihrer Karriere veröffentlichte, schickte sie sogleich das nächste ultimative und (beinah) allumfassende Live-Erlebnis hinterher! Das Doppelpack enthielt ebenfalls eine CD und eine DVD. Auf der DVD ist das komplette Live-Konzert in der Wembley Arena in London aus dem Sommer 2006 zu sehen. Auf der CD gibts es dann ein Live-Album, bestehend aus 13 der 21 auf diesem Konzert dargebotenen Songs! Dabei ist vor allem lobenswert zu erwähnen, das Madonna viele der Songs in fast vollständig neu arrangierten Versionen interpretiert, und so einen deutlich individuelleren künstlerischen Ansatz liefert! So ist etwa "Like A Virgin" in einer moderneren, dancigeren Gewand zu bestaunen, "I Love New York" wird in rockigen Design dargeboten, "Let It Will Be" mutiert zum Elektro-Kracher und "Erotica" wird getragen dancig und mit neuen Vocal-Passagen praktisch komplett umgedacht! Ein famoses Live-Erlebnis zum immer wieder geniessen - ob visuell oder akustisch! Grandios!
"CELEBRATION" (2009)
Erst mit ihrer 3. Best-Of, die im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, sollte Madonna ihre erste voll und ganz zufriedenstellende Hit-Sammlung an den Mann bringen, die (fast) keine Wünsche offen liess. Wichtiges Kriterium bei der Auswahl der 36 Songs, die hier auf 2 CD's zu bestaunen sind: Weltweit durften Fans per Internet über die Auswahl abstimmen! Ein umfassender Karriere-Rückblick ist so entstanden, der sich von den Anfängen mit "Everybody" oder "Holiday", über "Like A Virgin", "La Isla Bonita", "Like A Prayer", "Vogue", Justify My Love" "Erotica", "Secret", "Frozen", "Music" und "Hollywood" bis hin zu "Hung Up", "Sorry", "4 Minutes" oder "Miles Away" erstreckte! Zudem sind hier auch Songs ihrer frühen Karriere bedacht, die auf "The Immaculate Collection" keine Beachtung fanden - so etwa "Who's That Girl", "Dress You Up" oder "Burning Up"! Gegenüber ihrer ersten Best-Of, die ja oft mir argen Edits ärgerte, sind hier alle Songs in ihrer Originalversion enthalten und digital aufpoliert, was selbst ihrer frühesten Ergüsse wieder frisch und knackig aus den Boxen hüpfen lässt. Zudem befinden sich hier 2 brandneue Songs, die nacheinander als Singles veröffentlicht wurden: der famose Dance-Kracher und Titelsong "Celebration", sowie der mit Lil Wayne bestrittene RnB-Pop-Ohrwurm "Revolver"! Man könnte nun zwar bemängeln, das andere Hits wie "Deeper And Deeper", "Rain", "Human Nature", "You'll See", "The Power Of Good-Bye" oder "American Life" fehlen - aber diese Mischung ist dennoch absolut glücklich machend, und zeichnet die beispiellose Karriere der Queen Of Pop hervorragend nach! Madonna selbst sagte dazu: „Sie sind alle ein Teil von mir. Jeder Song offenbart einen Aspekt meiner Person, oder einen zentralen Moment für mich. Ich weiß bei jedem Song, was in dieser Zeit in meinem Leben los war. Sie sind Wegweiser.“ Eine fantastische Compilation, die verdammt Spaß macht!
WICHTIGE NON-ALBUM-SONGS: - "Ain't No Big Deal" (1984) Ein ohrwurmiger 80s-Pop-Song, der das Herz von 80er-Fans höher schlagen lässt. - "Gambler" (1985) Ein schmissig tanzbarer Pop-Knüller...einfach, aber äußerst effektiv. - "Supernatural" (1989) Diese B-Seite zur Single "Cherish" ist ein mehr als gelungener Popsong, der eine weitere kleine Perle im Backkatalog von Madonna ausmacht. - "Has To Be" (1998) B-Seite zur "Ray Of Light"-Single, und eine großartige, schwebende und einnehmende Art-Pop-Perle, aus der Session des gleichnamigen Albums und Meisterwerks "Ray Of Light". Ein Muss für jeden der dieses Album liebt! - "Be Careful" Duett with Ricky Martin (1999) Nach der musikalischen Liason mit Prince im Jahr 1988 ("Love Song" vom Album "Like A Prayer") ihr erst zweites Duett bis dahin! Zuammen mit Ricky Martin und ihrem damaligen Stammproduzenten William Orbit, schuf sie hier eine weitere essentielle Perle, die nie auf einer Madonna-CD veröffentlicht wurde - stattdessen nur auf dem Album von Ricky Martin! - "Time Stood Still" (2000) Ein absolutes Muss für jeden Fan - und für jeden anderen ebenso! Eine großartig getragene Ballade die unter die Haut geht. Produziert wurde dieser fantastische Song zum Soundtrack ihres Films "Ein Freund zum verlieben (The Next Best Thing)" gewohnt großartig von William Orbit!!! - "Fighting Spirit" (2005) Ein Outtake vom Album "Confessions On A Dancefloor", das auch auf der Special-Edition des Albums enthalten war. Jedoch wurde dieser catchy Dance-Pop-Ohrwurm nicht vom Album-Produzenten Stuart Price betreut, sondern von Mirwais Ahmadzai, der Madonna auf den Alben "Music" und "American Life" unter die Arme griff. Trotzdem fügt er sich perfekt in den Sound des Albums ein. - "History" (2005) / "History (Demo)" (2005) Interessant auch der Song "History", der als B-Seite von "Jump" veröffentlicht wurde. In seiner dort vorliegenden Version gab es einen coolen Dance-Song ab, der aber immer wie ein Remix klang. Auch die Demo-Version ist ans Tageslicht gekommen, die aber nie offiziell veröffentlicht wurde. Diese hingegen wartet mit deutlicheren Songstrukturen und erheblich mehr Gesangspassagen auf, und überflügelt die offizielle Version bei weitem. Hier wird es erst zum richtigen Hit!!! - "Hey You" (2007) Diese hymnisch getragene und gefühlvolle Ballade, die zeitweilig sehr an Enya erinnert, schuf Madonna für ihre Teilnahme am weltweiten Charity-Konzert "Live Earth", und wurde nur auf digitalem Wege veröffentlicht. - "Sing" (2007) with Annie Lennox and others Dieser Song war eine Mörder-Projekt von Annie Lennox: zusammen mit 23 berühmten Pop-Damen nahm sie diese Hymne auf. Dazu zählten u.a. Anastacia, Beth Gibbons (Portishead), Céline Dion, Joss Stone, Faith Hill, Fergie, Melissa Etheridge, Pink, Sugababes, Dido oder Shakira. Aber es gab nur eine die neben Annie Lennox so einige Solo-Passagen bekam: MADONNA! Fantastischer Song! - "Beat Goes On (Early Version)" (2008) Bekannt ist dieser Song ja bereits in seiner endgültigen Fassung mit Kanye West auf ihrem Album "Hard Candy". Doch schon vor dem Album-Release kursierte diese Version des Song im Internet. Mit der Endversion hat dieses Stück allerdings so gut wie nichts gemeinsam - außer das bei beiden Pharrell Williams als Produzent verantwortlich war. Weite Teile der Lyrics, Melodie, Arrangement und Produktion wurden komplett überarbeitet und erneuert. Geblieben ist im Grunde nur ein Teil des Refrains. Die Endfassung ist die mit Abstand bessere. Aber trotzdem ist diese Early-Version ein ziemlich gut gelungener und eigenständiger Song! - "Across The Sky" featuring Justin Timberlake (2008) Dieser fantastische und absolute Single-taugliche, von Timbaland produzierte und mit Justin Timberlake interpetierte, getragene und famose HIT ist ein bislang unveröffentlichtes Outtake des Albums "Hard Candy". Warum es allerdings nicht auf dem Album erschien ist absolut schleierhaft! Absolute Hitgarantie! Eine extrem großartiger Song, der jeden Madonna-Fan vor Freude heulen lässt - oder eben vor Fassungslosigkeit darüber, das diese Perle unveröffentlicht blieb! - "It's So Cool" (2009) Diesen eingängigen und extrem catchy Dance-Pop-Ohrwurm hat sie mit Mirwais Ahmadzai komponiert und mit Paul Oakenfold produziert. Veröffentlicht wurde er online, als iTunes-Bonus Track des Best-Of-Albums "Celebration"!
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